Der Jüdische Friedhof Berlin-Weißensee ist einer der schönsten und größten jüdischen Friedhöfe in Europa. Bis heute verbindet er Menschen und Schicksale aus der ganzen Welt: Den Chirurgen aus Israel, dessen Großeltern hier begraben liegen, die Familie aus Südamerika, die das Mausoleum ihres reichen Vorfahren zu Geld machen wollte, den Mann, der als 14-Jähriger zwischen den Grä bern Sportunterricht hatte und sich dabei in seine Mitschülerin verliebte, oder auch die kleine Familie, die heute auf dem Fried hof wohnt. Britta Wauer versammelt in diesem Buch Fotografi en und Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart eines faszinierenden Ortes und gewährt dem Leser so einen einzigartigen Einblick in das jü dische Leben in Deutschland von 1880 bis heute. Über 140 historische und aktuelle Fotografi en mit Texten in Deutsch und Englisch.
Über den Autor
Britta Wauer, geboren 1974 in Berlin, studierte Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb). 2001 wurde sie für ihre Dokumentation »Heldentod« mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Für ihren Abschlussfilm an der dffb erhielt sie 2005 zusammen mit Sissi Hüetlin den Adolf-Grimme-Preis. 2008 hatte sie ihr Kinodebüt mit »Gerdas Schweigen« (nach dem Buch von Knut Elstermann, be.bra verlag). Ihr Dokumentarfilm über den jüdischen Friedhof Weißensee, der 2010 in die Kinos kommt, war der Auslöser für das gleichnamige Buch im be.bra verlag. Amélie Losier, geboren 1976 in Versailles, studierte Germanistik in Paris und Berlin sowie Fotografie bei Arno Fischer an der Schule »Fotografie am Schiffbauerdamm«. Seit 2001 arbeitet sie als freiberufliche Fotografin in Berlin für Zeitungen, Zeitschriften und Verlage, für die Akademie der Künste, die Stiftung Genshagen, das Deutsch-Französische Jugendwerk und andere Institutionen sowie als Standfotografin (u. a. bei Hans Weingartner und Britta Wauer). 2005 war sie Stipendiatin der Akademie der Künste.