Ein Stück isländische Geschichte aus der Sicht einer murrenden Alten. Das bietet der neue Roman „Eine Frau bei 1000°“ von Hallgrímur Helgason.
Der zeternde Erzählton der 80-jährigen Herbjörg macht das Lesen zu einem Vergnügen – doch durch die Erzählung einer todkranken Frau klingen auch die Schrecken des Krieges und das Schicksal der Skandinavier, das viel zu selten zur Spache kommt. Wir erfahren von der Geschichte eines Kindes, das die britische Besetzung Islands 1940 erlebte; eines Kindes, das im zerbombten Deutschland umherirrt, als am 17. Juni 1944 die demokratische Republik Island ausgerufen wurde.
Herbjörg verbringt ihre letzten Tage – den Ofen für ihre eigene Verbrennung hat sie bereits bestellt – in einer schäbigen Wellblechhütte bei Reykjavik. Die Einsamkeit teilt sie mit Facebook, wo sie das Profil einer Schönheitskönigin bedient und viele Verehrer hat. Ihre wirkliche Umgebung überschüttet sie wahrlich nicht mit Liebe.
Aber schaut man auf ihre Erinnerungen zurück, bleiben die Fragen: Konnte sie anders? Konnte sie ihre Söhne mehr lieben? Konnte sie überhaupt anders lieben als zwischen den Zeilen? Manchmal endet ein Leben mit dem Schicksal unversöhnt.
„Eine Frau bei 1000°“ Hallgrímur Helgason, 400 Seiten, 19,95 Euro


Die Geschichte der Wanderhure geht weiter … Heißblütig, übermütig und einer hübschen Frau niemals abgeneigt – so ist Falko, der Sohn der Wanderhure Marie, die sich auf Burg Kibitzstein zur Ruhe gesetzt hat. Als er sich bei einem Turnier den Zorn eines Gegners zuzieht, sieht der Fürstbischof von Würzburg keine andere Möglichkeit, als Falko für einige Zeit nach Rom zu schicken. Eine gefährliche Mission – nicht nur weil er des Fürstbischofs schöne Nichte in die Ewige Stadt begleiten soll … Der neue große historische Roman der Bestsellerautorin!
«Das ist spektakulär und verdammt gut: Krieg und Folter, Liebe, Lust und Verlust.» THE TIMES Am Ostermorgen 1342 wird ein englisches Küstendorf von vier französischen Schiffen überfallen, angeführt von einem geheimnisvollen schwarzen Ritter, der sich «Harlekin» nennt. Schnell brennt der ganze Ort, und aus der Kirche wird ein Schatz gestohlen: eine alte Lanze, sie soll Sankt Georg gehört haben, dem Schutzheiligen der englischen Könige. Als einer der wenigen überlebt Thomas, der Sohn des Pfarrers. Sein Vater verrät ihm im Sterben, dass der Mann in Schwarz ein Verwandter ist. Thomas schwört, den Frevel zu rächen. Doch er ahnt nicht, auf was für ein Wagnis er sich einlässt. Denn sein Feind scheint die mächtigste Waffe des Christentums zu besitzen: den Heiligen Gral. DER AUFTAKT EINER GROSSEN MITTELALTER-TRILOGIE VOM MEISTER DES HISTORISCHEN ROMANS.
Ein neuer Dickens Von den frustrierenden Erfahrungen eines jungen Mannes, der gerade Vater geworden ist; den trickreichen Bemühungen eines verzweifelten Autors, seine Manuskripte loszuwerden; einem geheimnisvollen Zugunglück; einem Versicherungsangestellten, der einen Mörder und Betrüger zur Strecke bringt; den gespenstischen Erscheinungen, die einen Geschworenen während eines Prozesses verfolgen; den seltsamen Träumen eines Laternenanzünders von seinem Aufstieg …Von all dem und vielem anderen mehr erfahren wir in den Erzählungen des großen englischen Romanciers Charles Dickens in dieser abwechslungsreichen, vergnüglichen und spannenden Auswahl. Sämtliche Erzählungen wurden für diese Ausgabe neu übersetzt, einige erscheinen zum ersten Mal in deutscher Sprache. „Die ganze Welt scheint irgendwie lächeln zu müssen, wenn Dickens sie betrachtet.“ Stefan Zweig